Wintergärten

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Im 18. Jahrhundert entwickelte sich in England die ersten luxuriösen Anbauten an den Häusern wohlhabender Bürger, die man heute als Wintergarten bezeichnen könnte. Doch bereits in der Antike gab es Bauten die bei der Kultivierung von Pflanzen und Früchten aus den Kolonien halfen und die man durchaus als Vorläufer des Wintergartens sehen kann.


Das Viktorianische Zeitalter bot den Nährboden für Architekturformen deren stilistische Ausprägungen sich in ganz Europa großer Beliebtheit erfreuten. So entstanden die großen Stahl- und Glas-Konstruktionen der Botanischen Gärten und Orangerien. Durch die Vielzahl der Besucher und Schaulustigen dauerte es nicht lang und es wurden in den großen Gewächshäusern Bänke, Tische und Stühle aufgestellt, wodurch sich auch das Wohn- und Lebensgefühl der Menschen änderte. Man flanierte durch die großen Wintergärten und kommunizierte miteinander, oder ruhte sich zwischen den Grünpflanzen der Ausstellungsräume aus.


Um 1880 wurden die Wintergärten im klassischen Baustil auch in deutschen Herrenhäusern und Ferienpensionen sehr populär und so sind sie auch heute noch häufig in der Architektur vorzufinden.


Die Wintergärten die heute unser Stadt- und Landschaftsbild prägen, zeichnen sich durch Einsatz neuer Baustoffe und Materialen, wie z.B. Glas oder Edelstahl aus. Auch spielen Energieeffizienz und andere ökologische Faktoren bei der Planung eine Rolle. Heute gilt der Wintergarten doch eher als zusätzlicher Wohnraum und man sollte sich immer im Klaren darüber sein, dass schon die richtige Lage entscheidend auf die Heizkosten auswirken kann. Es gibt viel zu bedenken wenn man sich zum Bau entschließt.


Arten von Wintergärten


Wir unterscheiden drei Arten von Wintergärten.


1. Der kalte Wintergarten, besteht zumeist aus Glas und wird häufig auf vorhandene Terrassen oder Balkone aufgebaut. Er wird hauptsächlich als Wind- und Regenschutz oder für die Aufbewahrung nicht winterharter Pflanzen genutzt. Der Zugang zum Wohnraum erfolgt größtenteils über die vorhandene Balkon- oder Terrassentür. Dieser wird nicht oder bis maximal auf 12°C beheizt.


2. Der mittelwarme Wintergarten mit Temperaturen von 12°-19°C dient er vorrangig der Unterbringung empfindlicher subtropischer Pflanzen und wird weniger als Wohnraum genutzt.


3. Der Wohnwintergarten (warme Wintergarten) ist Teil der individuellen Wohnwelt jedes Einzelnen und kann daher auch die unterschiedlichsten Formen- und Ausstattungsmöglichkeiten aufweisen.


Moderne Wintergärten verwenden eine Reihe von Technologien, um sicherzustellen, dass Glas so energieeffizient wie möglich eingesetzt wird.